„Es reicht nicht aus, immer mehr Energie zu ernten – wir brauchen auch Konzepte zum Energiesparen.“

Karin Rass, Norderney



Einschätzung geplanter Offshore-Projekte



Um das Ziel der Energiewende zu erreichen, sind in deutschen Gewässern weitere Offshore-Windparks geplant. In Küstennähe werden nur sehr wenige Windenergieanlagen errichtet; die überwiegende Mehrheit wird küstenfern in der sogenannten Ausschließlichen Wirtschaftszone gebaut (AWZ). Zuständig für Antragsverfah-
ren innerhalb der deutschen AWZ ist das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), das entsprechend über die Zulassung von Windenergieanlagen in weiten Teilen der deutschen Nord- und Ostsee entscheidet. Information des BSH zu gebauten und geplanten Offshore-Windparks sind u.a. im Internet öffentlich zugänglich

Die vom BSH veröffentlichen Kartenübersichten zu Offshore-Projekten in der Nord- und Ostsee wurden den Workshop-Teilnehmern präsentiert. Dem überwiegenden Teil der Teilnehmer waren diese Karten nicht bekannt. Die Reaktionen auf die Karten waren unterschiedlich und reichten von Neugier und Erstaunen bis zu Besorgnis. Einigkeit bestand darüber, dass angesichts der umfangreichen Planungen die Seeschifffahrtssicherheit umso stärker in den Mittelpunkt rücken muss. Entsprechend wurde die Forderung nach mehr Sicherheit zusätzlich erhärtet. Gefordert wurden auch bessere Informationen über das Gesamtvorhaben Energiewende.

Der Umfang der geplanten Projekte wurde eher als massiv eingeschätzt und löste Diskussionen darüber aus, ob eine stärker dezentrale Stromgewinnung auf regionaler Ebene machbar wäre, um „Großkraftwerke“ wie die Offshore-Windparks und die notwendigen Netzanbindungen zu vermeiden. Zudem sollte nicht nur über Möglichkeiten der Stromgewinnung, sondern auch über Energieeffizienz und Stromsparen diskutiert werden.


Offshore-Projekte in der Nord- und Ostsee